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Das Wichtigste in Kürze
- Das PRO-Label bestätigt, dass Berufskleidung die Anforderungen definierter gewerblicher Wasch- und Trocknungsverfahren nach EN ISO 15797 erfüllt.
- OEKO-TEX® STANDARD 100 weist nach, dass neue Textilien auf Schadstoffe geprüft wurden – besonders relevant für Berufskleidung, Hotelwäsche und andere Textilien mit Hautkontakt.
- Workwear mit UV-Schutzfaktor (UPF) schützt Beschäftigte bei Außenarbeiten vor UV-Strahlung. Für einen zuverlässigen Schutz sind geprüfte Standards wie UV Standard 801 besonders aussagekräftig.
Berufskleidung, Hotelwäsche und Krankenhaustextilien, die in industriellen Waschbetrieben aufbereitet werden, müssen viel aushalten: Hohe mechanische Kräfte, Wasch- und Trockentemperaturen sowie scharfe Waschsubstanzen. Diese Bedingungen halten nur Produkte aus, die speziell für die gewerbliche Wäschepflege konzipiert sind. Um zu beurteilen, ob ein Artikel tatsächlich für diesen Einsatz geeignet ist, reicht das klassische Textilpflegeetikett nicht aus. Für die Branche gibt es daher einen eigenen Standard, der die Anwendbarkeit von Berufskleidung nach typischen gewerblichen Aufbereitungsprozessen beurteilt; er wird durch das PRO-Label dokumentiert.
Zu den nahezu unumgänglichen Anforderungen an B2B-Textilien zählen auch deren Materialeigenschaften – allen voran die Hautverträglichkeit. Sie wird durch den international etablierten Öko-Tex Standard verbrieft und beruht auf einer umfassenden Schadstoffanalyse der textilen Artikel. In jüngster Vergangenheit hat noch eine weitere Materialkomponente an Bedeutung gewonnen: der Sonnenschutzfaktor UPF. Er attestiert Workwear für Outdoor-Berufe einen guten Schutz gegen das mit der Sonnenstrahlung verbundene Hautkrebsrisiko. Nachfolgend stellen wir die Label näher vor.
Geprüfte Leasingeignung: Das PRO-Label
Das PRO-Label weist die technische Eignung eines B2B-Bekleidungsteils für eine gewerbliche Pflege aus. Die Eignungsprüfung erfolgt anhand eines von insgesamt acht in der Norm EN ISO 15797 spezifizierten Aufbereitungsverfahren, das rechts neben dem in der DIN EN ISO 30023 definierten Symbol – ein Rechteck mit dem Schriftzug PRO – aufgeführt ist.
Trotz PRO-Kennzeichnung wird Berufs- und Schutzkleidung vor einer Kollektionseinführung in einer Wäscherei üblicherweise erst praktischen Langzeittests unterzogen: Eine Prüfung im Labormaßstab nach standardisierten Verfahren entspricht selten der betrieblichen Realität. Für Objektwäsche gibt es übrigens kein vergleichbares Label.
Textilsiegel für den CSR-Nachweis
Welche Label Rohstoffe, Produktionsbedingungen und Recyclinganteile in der Textilpflege nachweisen, lesen Sie hier.
Zum ArtikelTragbarer Sonnenschutz: Workwear mit UV-Schutzfaktor
Außenarbeit im Sommer erhöht die UV-Belastung von Beschäftigten und damit das Hautkrebsrisiko. Daher sind beispielsweise Arbeitgeber in Europa aufgefordert, den im Freien arbeitenden Teams geeignete Schutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Dazu zählt u.a. Berufs- und Schutzkleidung mit UV-Schutzfaktor (UVP, auch als UPF oder LSF abgekürzt). Diese gewinnt in der Textilpflege aufgrund von behördlichen Regeln und Empfehlungen an Bedeutung.
Ein Sonnenschutzfaktor zeigt, wie stark ein Bekleidungsteil die natürliche Eigenschutzzeit der Haut verlängert: UPF 50+ bedeutet einen bis zu 50-fach längeren Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen. Für Arbeiten im Freien wird allgemein ein Schutzfaktor von 40+ empfohlen; er richtet sich aber auch nach dem individuellen Hauttyp jedes Beschäftigten und der Einsatzdauer bei Außenarbeiten.
Die sonnenabweisende Eigenschaft ist fest im Textil eingebettet und bleibt über die typische Gebrauchsdauer einer Berufskleidung und wiederkehrenden Pflegezyklen erhalten.
Der Lichtschutzfaktor eines Textils wird unter anderem nach DIN EN 13758-1 und DIN EN 13758-2 oder dem in Australien entwickelten Standard AS/NZS 4399 ermittelt. Strenger ist der UV Standard 801, da die Stoffe auch gedehnt, nass und gealtert bewertet werden.
Hautverträgliche Textilien: Öko-Tex-Standard 100
Der Öko-Tex Standard 100 existiert seit 1992 und war eine Reaktion auf ein florierendes Outsourcing der Textil- und Bekleidungsfertigung in Länder mit zweifelhaften Produktionsbedingungen. Seit Gründung durch Textilforschungs- und Prüfinstitute in Europa und Japan steht der Standard für schadstoffgeprüfte Textilien, die auf humanökologische Schadstoffrückstände und Risikoparameter sowie Farbechtheiten, pH-Wert und Geruch untersucht worden sind. Dabei unterscheidet der Standard vier Produktklassen, von denen zwei für die Textilpflegebranche relevant sind: Produktklasse II betrifft Artikel mit Hautkontakt (z.B. Hemden, Hosen oder auch Objektwäsche) und Produktklasse III Produkte ohne Hautkontakt (z.B. gefütterte Winterjacken). Der Standard wird von zahlreichen Unternehmen der globalen Zulieferindustrie für Berufskleidung und Objektwäsche ausgelobt. Er bezieht sich jedoch nur auf Neuware und kann keine Aussagen über aufbereitete Textilien machen.