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Vom YouTube-Video über die Familienwäscherei bis zum beruflichen Neustart nach 15 Jahren in einer Gießerei: Die Wege in die Textilpflege sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie gehen. In diesem Stimmen-Mosaik berichten 47 angehende Textilreiniger*innen im Alter von 18 bis 54 Jahren aus 34 Wäschereien und vier Berufsschulen, wie sie zur Textilpflege gekommen sind, was sie an ihrem Berufsalltag überrascht hat, was sie motiviert – und was Betriebe tun können, um Nachwuchs zu gewinnen. Ihre Antworten in ihren eigenen Worten ergeben ein vielschichtiges Bild einer zukunftssicheren Branche, die viel mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick denkt.
Die Stimmen der Auszubildenden – nach Themen sortiert
Klappen Sie die Themen auf und stöbern Sie durch die einzelnen Antworten.
Wie sind sie zur Textilpflege gekommen? (8 Stimmen)
Die Wege in die Textilpflegebranche sind vielfältig und führen über Familie, Zufall, Aushilfsjobs, berufliche Neuorientierung – und manchmal über ein YouTube-Video.
„Ich habe ein Video auf YouTube gesehen“
„Ich habe ein Video auf YouTube gesehen, in dem Bettwäsche in eine Mangel eingelegt wird – das hat mir sehr gut gefallen. Heute interessiere ich mich für alle Maschinen in der Wäscherei. Besonders überrascht hat mich, dass man nicht nur lernt, wie man Textilien behandeln sollte, sondern auch über Fasern, Technik, Inhalte von Waschmitteln, Umwelt und Nachhaltigkeit. Als ich meinen Eltern erzählt habe, dass ich Textilreinigerin werden will, meinten sie: ‚Follow your dream‘. Mein bester Moment in der Ausbildung bisher: Die Gesellenprüfung zu bestehen und kein Lehrling mehr zu sein. :) Um für junge Leute attraktiver zu werden, könnten Betriebe ihre Lehrlinge die Abteilungen wechseln lassen: Produktion, Service, Finish, Waschen – das ist besser für die Ausbildung. Und: höherer Lohn.“
Hien Dien Nguyen, 28 · 3. Lehrjahr · Kyffhäuser Textilservice · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Ich habe vor der Ausbildung zum Textilreiniger 15 Jahre in einer Gießerei gearbeitet“
„Ich habe 15 Jahre lang in der Metallproduktion in einer Gießerei gearbeitet, bevor ich die Ausbildung zum Textilreiniger angefangen habe. Es hat mich fasziniert, wie man Textilien richtig wäscht und reinigt. Am meisten beeindruckt hat mich das Detachieren. Am coolsten bisher war, sich weiterzuentwickeln und zu sehen, was eigentlich an Potenzial in einem steckt. Die Textilpflege ist vielseitig und bietet viele Aufstiegs- und Weiterbildungschancen. Man lernt viel, was im Alltag kaum jemand zu 100 Prozent kann – da kann einem in Sachen Textilpflege niemand mehr was vormachen.“
Micael Almeida Figueiredo, 35 · 2. Lehrjahr · Merkle Reinigung · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Ich bin durch Zufall in der Textilpflege gelandet“
„Ich bin durch Zufall in der Textilpflege gelandet. Die Maschinentechnik hat mich direkt sehr beeindruckt. Ich habe auch ein super Kollegium mit guter Teamarbeit. Als ich meinen Eltern davon erzählt habe, meinten sie: ‚Totaler Quatsch‘. Aber es lohnt sich in der Textilpflege, wenn man sich hocharbeitet, den Meister macht oder ein duales Studium und höhere Positionen anstrebt.“
Anonym
„Ich habe schon vor der Ausbildung in der Textilpflege gearbeitet“
„Ich habe schon vor meiner Ausbildung in der Textilpflege gearbeitet und gemerkt, dass mir die Arbeit Spaß macht. Es kann zwar auch mal stressig werden, wenn die Wäsche noch am selben Tag wieder raus muss, aber es gibt auch lustige Tage. Es war gut, mit der Ausbildung anzufangen.“
Maxi Sophie Barschke, 19 · 1. Lehrjahr · Elis Stralsund · Regionales Berufliches Bildungszentrum Greifswald
„Ich wollte eine bessere Arbeitsstelle“
„Ich habe die Ausbildung begonnen, um eine bessere Arbeitsstelle zu kriegen. Mich hat dann überrascht, wie viele Möglichkeiten man mit der Ausbildung hat. Es ist nicht so einfach, aber auch nicht so schwer. Am coolsten war bisher, dass ich durch die Ausbildung neue Freunde kennengelernt habe. Betriebe sollten mehr Bewerbungen machen und jungen Leuten genau erzählen, worum es bei der Textilreinigung geht.“
Ben Hassine Mouadh, 27 · 2. Lehrjahr · MEWA Textil-Service AG & Co. Groß Kienitz · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Ich kannte die Ausbildung nicht – dann fand ich sie richtig interessant“
„Ich kannte diese Art der Ausbildung zum Textilreiniger nicht, aber als ich davon erfuhr, fand ich das sehr interessant. Textilreinigung ist ja etwas, das man oft zu Hause macht, aber nicht auf die richtige Art und Weise. Ich finde es spannend, wie man die Infos auf Etiketten von Kleidungsstücken zur richtigen Pflege nutzt. Interessant ist auch, mehr darüber zu erfahren, wie jede einzelne Maschine jedes Wäschestück besonders sorgfältig behandelt. Ich glaube, dass die Ausbildung in der Textilpflege aufgrund ihres breiten Lernspektrums bei vielen jungen Menschen gut ankommen könnte.“
Valeria Restrepo Delgado, 29 · 2. Lehrjahr · Wäscherei Schwarting · Theodor-Litt-Schule Neumünster
„Mich haben das Geld und die Aufstiegsmöglichkeiten motiviert“
„Mich hat vor allem das Geld motiviert. Und dass es viele Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Mein coolster Moment war, als unser Produktionsleiter mir gezeigt hat, wie die Mangel funktioniert und sich um uns eine Traube von Leuten gebildet hat, die alle zugeschaut haben. Betriebe sollten mehr Werbung machen, denn viele, die ich kenne, wissen nicht einmal, dass dieser Ausbildungsberuf existiert.“
David Holder, 20 · 1. Lehrjahr · Wilhelm Wulff · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Ich habe vorher als Aushilfe in der Wäscherei gearbeitet“
„Ich habe im Sommer als Aushilfe in der Wäscherei gearbeitet. Meine Mama findet es schön, dass ich die Ausbildung mache, weil sie selbst dort gearbeitet hat. Meine Freunde wussten gar nicht, was der Begriff ‚Textilreiniger‘ ist. Am meisten Spaß macht mir das Detachieren, also die Fleckenentfernung zum Beispiel von Kugelschreiberflecken oder Soßen. Mein bisher coolster Moment war der Besuch beim Oktoberfest mit der Firma und die Weihnachtsfeier mit Weihnachtsessen und Musik. Jungen Leuten würde ich sagen: Es gibt hier viele interessante Dinge zu lernen, etwa wie die ganzen Arbeitsbekleidungen bei uns ankommen, gewaschen, gefinisht, gefaltet, verpackt und wieder ausgeliefert werden. Es gibt auch viele nette Menschen, mit denen man zusammenarbeitet.“
Anastasiadou Christina, 18 · 2. Lehrjahr · DBL Staufer Textilpflege · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
Was hat sie an der Textilpflege überrascht? (9 Stimmen)
„Das hätte ich nicht gedacht…“ – was die Auszubildenden verblüfft hat.
„Ich war von Anfang an begeistert“
„Betriebe, die junge Leute suchen, sollten ihnen erzählen, dass es ein krisensicherer Job mit echtem Know-how ist. Ich war von Anfang an begeistert von der unerwartet hohen technischen Komplexität der Maschinen und Prozesse, der Kombination aus Handwerk und technischem Fachwissen und den schnell sichtbaren Ergebnissen. Betriebe sollten auf Social Media zeigen, wie modern die Technik ist. Sie könnten auch die Gehaltsentwicklung stärker betonen. Mein coolster Moment bisher war, als ich ein kompliziertes mathematisches Problem lösen konnte. Meine Eltern fanden es super, weil es ein solider Handwerksberuf ist, in dem viele Fachkräfte gesucht werden.“
Manh Dung Nguyen, 24 · 1. Lehrjahr · Cleanmaster Textilpflege plus · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„So was habe ich noch nie gesehen“
„Ich habe die Ausbildung begonnen, weil ich im Internet gesehen habe, dass Textilreiniger ein Job mit Zukunft ist. Im Betrieb war ich überrascht von den großen Maschinen – so was habe ich noch nie gesehen. Betrieben würde ich empfehlen, mehr Werbung zu machen, die Vergütung für die Ausbildung zu steigern und Auszubildenden detaillierte Arbeitsanweisungen zu geben.“
Xuan Viet Dung Nguyen, 27 · 3. Lehrjahr · Waschbär · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Zeigt, wie technologisch und innovativ die Textilpflege ist“
„In dem Land, aus dem wir kommen, hatte meine Mutter eine Bekleidungsfirma. Als ich meinen Brüdern davon erzählt habe, dass ich die Ausbildung zum Textilreiniger mache, waren sie überrascht. Im Betrieb war ich überrascht von dem Bereich, in dem die Schmutzwäsche ankommt. Ich finde, Betriebe sollten mehr zeigen, wie technologisch und innovativ die Textilpflege ist, um mehr junge Leute dafür zu begeistern.“
Paz Palacios Carlos, 28 · 1. Lehrjahr · Seidel · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Was hinter der Textilpflege steckt, ist gigantisch“
„Viele denken, Textilpflege ist nur Wäsche waschen, aber was wirklich dahintersteckt, ist gigantisch. Wir haben eine eigene Wäscherei als Familienbetrieb und meine Eltern haben sich natürlich gefreut, dass es jemand weitermacht. Ich mag die lustigen Gespräche mit Kunden oder Partnern. Ich finde, man könnte ein bisschen mehr verdienen und den Azubis auch mal was anbieten – Gutscheine, Ausflüge oder so. Es gibt genug Sachen, lasst euch was einfallen. ;)“
Levin Schulz, 21 · 3. Lehrjahr · Exakt-Reinigung · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Meine Eltern meinten: ‚Was ist das?‘“
„Als ich meinen Eltern erzählt habe, dass ich eine Ausbildung zum Textilreiniger mache, meinten sie erst mal: ‚Was ist das?‘ Ich habe gesagt, es ist wie Laundry – aber mit großen Maschinen. Am Anfang war ich überrascht, dass wir im Unterricht so viel über Fasern, Inhaltsstoffe von Waschmitteln und Reinigungstechnik lernen. Mich beeindruckt die Art und Weise, wie die Lehrerinnen und Lehrer uns unterrichten. Die Textilpflege ist gut für diejenigen, die neue Dinge lernen wollen. Ich habe hier neue Freunde gefunden und kann in der Schule Deutsch üben. Jungen Leuten, die überlegen, eine Ausbildung in der Textilpflege zu machen, würde ich sagen: Ihr müsst es probieren!“
Rifky Putra Wijaya, 22 · 2. Lehrjahr · Wäscherei Diener · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Solche Maschinen hatte ich vorher noch nie gesehen“
„Ich wollte von Anfang an eine Ausbildung zur Textilreinigerin machen. Ich finde die meisten Maschinen, die dafür erfunden wurden, sehr beeindruckend – so was hatte ich vorher noch nie gesehen. Ich hoffe, dass Betriebe jungen Menschen noch mehr über die Textilpflege beibringen.“
Rawand Hussein, 20 · 2. Lehrjahr · Sitex · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Mich beeindruckt, wie viel Wäsche jeden Tag durch eine Wäscherei geht“
„Was mich besonders beeindruckt, ist die Menge an Wäsche, die jeden Tag durch eine Wäscherei geht. Ich habe vorher schon in einer Wäscherei gearbeitet und sehe die Ausbildung zur Textilreinigerin als Möglichkeit, mich beruflich weiterzubilden und mein Gehalt zu steigern. Am besten finde ich die Berufsschultage. Jungen Leuten kann ich sagen: Es ist ein vielseitiger Arbeitsalltag, und nach der abgeschlossenen Ausbildung sind vielseitige Weiterbildungen möglich.“
Denise Lenzen, 31 · 2. Lehrjahr · Wäscherei am Uniklinikum Aachen · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Die Perspektive in der Textilpflege hat sich in den letzten Jahren gewandelt“
„Die Perspektive in der Textilpflege hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Eine Ausbildung in der Textilpflege kann heute tatsächlich sehr hilfreich sein – sowohl für die persönliche als auch für die berufliche Zukunft. Überrascht hat mich vor allem die Menge an technischem Wissen und Verständnis, die man benötigt. Als ich meinen Eltern von meiner Ausbildung zur Textilreinigerin erzählt habe, meinten sie: ‚Jetzt wissen wir, wohin wir unsere Wäsche bringen.‘ Betriebe sollten immer wieder darauf eingehen, welche Perspektiven es gibt, wie sehr sich die Textilpflege verändert hat und dass es nicht nur um Textilien geht, sondern auch um Technik und Chemie.“
Katharina Matthiesen, 30 · Im letzten Lehrjahr (verkürzt) · CWS Healthcare · Theodor-Litt-Schule Neumünster
„Die Textilausrüstung hat mich am meisten beeindruckt“
„Ich habe mich schon immer für verschiedene Arten von Stoffen, ihre Struktur, Farbe und Zusammensetzung interessiert. Die Textilpflege als Beruf hatte ich aber noch nie von innen gesehen. Im Betrieb haben mich die Textilausrüstung und die verschiedenen Bügel- und Faltmaschinen am meisten beeindruckt. Es war auch interessant zu lernen, welche Waschmittel man beim Reinigen von Textilien richtig verwendet. Jungen Menschen würde ich raten, sich mehr über die Textilpflege zu informieren – es ist ein Beruf, der im Leben, im Haushalt und eigentlich überall nützlich sein kann.“
Alsinia Khabibullina, 54 · 1. Lehrjahr · Wäscherei Diakonie Nord Nord Ost Lübeck · Theodor-Litt-Schule Neumünster
Warum empfehlen sie die Textilpflege? (10 Stimmen)
Sicherheit, Abwechslung und gute Zukunftsaussichten – was aus Sicht der Auszubildenden für die Textilpflegebranche spricht.
„Ihr werdet es nicht bereuen!“
„Ich möchte bei der Ausbildung die Prozesse, Maßnahmen und Formen lernen und neue Freunde finden. Ich habe eineinhalb Jahre in einer Wäscherei gearbeitet und war echt beeindruckt von der guten Organisation. Weil es mir so viel Spaß gemacht hat, mache ich jetzt auch die Ausbildung zur Textilreinigerin. Ich finde, junge Leute sollten nicht lange überlegen – es ist die beste Entscheidung, die sie treffen können. Die Ausbildung ist echt etwas Besonderes und bietet gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ihr werdet es nicht bereuen! Betriebe hingegen sollten den Wunsch zu lernen unterstützen, egal wie alt jemand ist. So schaffen sie ein Land voller Chancen.“
Anonym
„Für eine Ausbildung ist man nie zu alt!“
„Ich hatte vorher schon zehn Jahre in der Textilpflege gearbeitet. Als meine Firma Leute für die Ausbildung zum/zur Textilreiniger/in gesucht hat, habe ich die Gelegenheit genutzt. Ich hätte nicht gedacht, dass man auch Chemie und Mathe gut können muss, das hat mich schon überrascht. Es ist auf jeden Fall ein Beruf, der nicht aussterben wird, denn es wird immer schmutzige Wäsche geben. Die Seminare und Ausflüge zu großen Firmen wie Kannegießer haben mir bisher am besten gefallen. Meine beiden Kinder finden es toll, dass ich in meinem Alter noch mal eine Ausbildung mache. Ich denke: Für eine Ausbildung ist man nie zu alt!“
Denise Stoevesandt, 39 · 3. Lehrjahr · Jahnke Textilpflege · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Man macht jeden Tag etwas Sinnvolles“
„Ich wollte einen Beruf machen, bei dem ich mit meinen Händen arbeiten und sofort das Ergebnis sehen kann. Ich war überrascht, wie abwechslungsreich die Arbeit in der Textilpflege ist. Es ist zwar ein anspruchsvoller Beruf, aber er hat Zukunft und man macht jeden Tag etwas Sinnvolles. Mein bisher coolster Moment war, als ich eine große Maschine bedient habe und alles super geklappt hat. Meine Eltern und Freunde waren erst mal überrascht, als ich ihnen erzählt habe, dass ich eine Ausbildung zum Textilreiniger mache, aber sie waren auch stolz, dass ich etwas Praktisches und Wichtiges mache. Betriebe sollten noch viel mehr zeigen, wie modern und vielfältig der Beruf ist.“
Anonym
„Ein sicherer Beruf mit Zukunft“
„Ich habe mich für die Ausbildung in der Textilpflege entschieden, weil mir saubere und gepflegte Kleidung wichtig ist und ich gerne praktisch arbeite. Ich war überrascht, wie freundlich und hilfsbereit alle Kollegen sind. Ich hätte auch nicht gedacht, so viel Neues in so kurzer Zeit zu lernen. Jungen Leuten würde ich sagen, dass die Textilpflege ein sicherer Beruf mit Zukunft ist. Man lernt viel über verschiedene Stoffe und hat immer abwechslungsreiche Aufgaben. Mein coolster Moment war, als ich gemerkt habe, wie viel ich schon gelernt habe und meine Arbeit selbst machen konnte. Meine Eltern und Freunde haben positiv reagiert. Betriebe sollten zeigen, wie abwechslungsreich und wichtig die Arbeit in der Textilpflege ist und jungen Leuten mehr Einblick geben.“
Robin Aksoglu, 30 · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Der Job hält nicht nur körperlich fit, sondern auch geistig“
„Ich habe vor der Ausbildung zur Textilreinigerin schon sechs Jahre in einer Wäscherei gearbeitet. Jetzt will ich mein Wissen verbessern und mich weiterbilden, um bessere Arbeit leisten zu können – aber auch, weil mir die Arbeit Spaß macht. Am meisten hat mich die Komplexität des Berufs überrascht, auf was man so alles achten muss und wie viele verschiedene Einsatzgebiete und Maschinen es gibt. Es ist ein abwechslungsreicher Beruf, der nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit hält. Man hat viele Weiterbildungsmöglichkeiten, die man nicht nur in Wäschereien und Reinigungen einsetzen kann, sondern auch im Privaten. Meine Freunde wussten nicht, dass es den Beruf gibt und dass er sehr ausgefallen ist. Betriebe sollten jungen Leuten alle Art von Unterstützung bieten – nicht nur im praktischen, sondern auch im theoretischen Teil. Sie sollten auch auf die Weiterbildungsmöglichkeiten hinweisen und den Beruf abwechslungsreich gestalten.“
Elif Durmus, 25 · 3. Lehrjahr · Zentralwäscherei an der Uniklinik Freiburg · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Die Textilpflege ist abwechslungsreicher, als man denkt“
„Ich war überrascht, wie viel Fachwissen hinter der Textilpflege steckt. Die Kombination aus praktischem Arbeiten, Verantwortung und Kundenorientierung motiviert mich nach wie vor bei der Ausbildung in der Textilpflege. Mein bisher coolster Moment war, als ich zum ersten Mal komplett selbstständig einen schwierigen Spezialauftrag gemeistert habe. Ich kann jungen Leuten, die noch auf der Suche nach einer Ausbildung sind, wirklich nur sagen: Die Textilpflege ist abwechslungsreicher, als man zunächst denkt.“
Abhilghb Babu · 2. Lehrjahr · Göddecke Textilpflege · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Ein solider Beruf mit guten Zukunftsaussichten“
„Ich habe mich für eine Ausbildung in der Textilpflege entschieden, weil ich gerne ordentlich arbeite und praktische Tätigkeiten mag. Ich war überrascht, wie viel Fachwissen und Sorgfalt in der Textilpflege steckt. Am interessantesten war für mich das Detachieren, denn ich habe verschiedene Flecken behandelt. Jungen Leuten würde ich sagen, dass Textilreiniger*in ein solider Beruf mit guten Zukunftsaussichten ist, der sich lohnt, weil man viele praktische Fähigkeiten erlernt.“
Thi Minh Chau Nguyen, 25 · 2. Lehrjahr · Kyffhäuser Textilservice · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Eine sichere Zukunft in Deutschland“
„Ich habe mich für eine Ausbildung zum Textilreiniger entschieden, weil ich einen festen Arbeitsplatz und eine sichere Zukunft in Deutschland möchte. Am besten sind die vielen modernen Maschinen, Mangeln und Trockner, aber auch der Umgang mit Lösemitteln wie Perchlorethylen (PER). Meine Eltern waren überrascht, aber auch froh, dass ich eine sichere Ausbildung gefunden habe.“
Tran Quoc Trong, 31 · Waschbär · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Man fühlt sich wie ein Profi“
„Ich habe mir eine Ausbildungsstelle als Textilreiniger gesucht, weil ich vorher als Ungelernter in einer Wäscherei gearbeitet und dort sehr wenig verdient habe. Mich hat überrascht, wie viel Wäsche wir waschen – das war für mich etwas Neues in meinem Leben. Es macht auf jeden Fall Spaß, man leistet immer etwas und lernt jeden Tag was Neues. Man fühlt sich wie ein Profi – und nach der Ausbildung ist man das auch. Die besten Momente habe ich in der Berufsschule – eine tolle Klasse und sehr nette Lehrerinnen und Lehrer. Ich habe sehr viel Spaß in der Schule.“
Emal Makkzadu, 24 · 2. Lehrjahr · MEWA Textil-Service Standort Rodgau · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Es ist ein Beruf, der nie aussterben wird“
„Ich habe zuhause immer schon gerne Wäsche gewaschen. Die Ausbildung zum Textilreiniger mache ich, weil es ein Beruf ist, der nie aussterben wird – gewaschen werden muss immer.“
Jan Meier, 18 · 2. Lehrjahr · Textilreinigung Gebr. Flesch · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
Was waren ihre besten Momente? (7 Stimmen)
Die erste große Wäsche, Team-Erlebnisse oder der Besuch der Texcare – das bleibt den Azubis besonders im Gedächtnis.
„Ein besonderer Moment war meine erste große Wäsche“
„Ich mag saubere und ordentliche Arbeit und mag es, praktisch mit Textilien zu arbeiten. Der Job ist sicher. Ein besonderer Moment war, als ich meine erste große Wäsche selbst gemacht habe.“
Saeed Nematollahi, 21 · 1. Lehrjahr · Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür GmbH · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Mein bester Moment? Als ich erfuhr, dass ich in meinem Betrieb der erste Azubi bin“
„Ich bin Quereinsteiger und habe schnell gemerkt, dass der Job mir viel mehr Spaß macht als gedacht. Ich mache die Ausbildung, weil ich wissen will, warum und wie ich etwas mache. Mein bester Moment bisher? Als ich erfahren habe, dass ich in meinem Betrieb der erste Azubi überhaupt bin. Dass der Beruf so unbekannt ist, hat mich überrascht. Es gibt nach der Ausbildung so viele Möglichkeiten. Betrieben kann ich empfehlen, ihre Azubis in allen Bereichen arbeiten zu lassen.“
Tim Danielmeyer, 38 · 3. Lehrjahr · Diakonische Stiftung Wittekindshof · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Der beste Moment ist, wenn man mit einem Lächeln empfangen wird“
„Der beste Moment ist, wenn man zur Arbeit kommt und mit einem Lächeln und einem ‚Guten Morgen‘ empfangen wird. Ich habe ein gutes Team, mit dem man lachen und Spaß haben kann. Mich persönlich hat überrascht, dass so viel mehr hinter der Textilpflege steckt, als man denkt. Meine Eltern und Freunde waren zwar nicht so begeistert, aber ich finde den Beruf sehr vielfältig und interessant. Es war schwer, diesen Beruf zu finden, da er sehr unbekannt ist – ich bin durch andere darauf aufmerksam geworden.“
Tino Bata, 18 · 3. Lehrjahr · Kyffhäuser Textilservice · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Mein coolster Moment bisher war, als ich mein Gehalt bekommen habe.“
„Es gibt viele moderne Waschmaschinen, die ich noch nie gesehen habe. Mein coolster Moment bisher war, als ich mein Gehalt bekommen habe. Das war auch einer der Gründe, in die Textilpflege zu gehen: Ich möchte Geld verdienen.“
Van Trung Do, 23 · 2. Lehrjahr · Wäscherei Grete Rommel · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Ich freue mich immer, wenn ich rauskomme und zur Berufsschule fahren kann“
„Ich wollte möglichst schnell eine Arbeit finden. Heute mag ich den Beruf. Ich freue mich immer, wenn ich aus meiner Stadt rauskomme und nach Frankfurt zur Berufsschule fahren kann. Mein coolster Moment bisher war, als ich die Zwischenprüfung bestanden habe.“
Oumar Bah, 26 · 3. Lehrjahr · Kingsgard V.I.P. Chem. Reinigung München · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Mein coolster Moment war der Besuch der Texcare“
„Ich bin durch eine enge Bekannte als Neuling in meine Wäscherei gekommen. Mit der Zeit wurde mein Interesse geweckt, den Beruf genauer zu erlernen. Als mein Chef mir anbot, eine Ausbildung zur Textilreinigerin zu machen, habe ich sofort eingewilligt. Im Arbeitsalltag macht es mir Spaß, intensive Flecken zu bearbeiten. Meine Freunde finden es toll, dass ich so einen außergewöhnlichen Beruf erlerne. Mein coolster Moment bisher war der Besuch der Texcare in Frankfurt am Main.“
Yasemin Türkal, 41 · 2. Lehrjahr · Jahnke Textilpflege · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Wenn man das Rätsel löst, ist das ein tolles Gefühl!“
„Ich bin durch einen Freund auf die Textilpflege aufmerksam geworden. Ich habe schnell gemerkt, dass die Branche zukunftssicher ist – Moden und Trends ändern sich, aber Menschen werden immer Kleidung und Textilien für den Alltag brauchen. In der Wäscherei war ich überrascht, wie sehr wir auf kleine Details achten müssen und wie viel Wissenschaft dahintersteckt. Es ist faszinierend, wie Physik, Chemie, Biologie und Mathe hier zusammenspielen und es ist viel abwechslungsreicher, als man denkt. Ich habe zum Beispiel gelernt, wie wichtig die richtige Drehzahl für die Waschmaschine ist – wenn sie zu hoch ist, ‚kleben‘ die Textilien durch die Fliehkraft an der Trommel. Man lernt aber nicht nur den Umgang mit großen Maschinen, sondern versteht auch den kompletten Waschprozess von Anfang bis Ende. Oft muss man logisch denken, um Lösungen zu finden. Am meisten Spaß macht mir die Arbeit mit Detachur (Anm. Textile-Care-Team: Das ist die punktuelle Vor- oder Nachbehandlung von Flecken, bevor das Wasch- oder Reinigungsmittel angewendet wird.). Das ist wie Puzzeln oder Rätselraten: Wir analysieren den Fleck und müssen herausfinden, welches Mittel für ihn das richtige ist. Oft sind Flecken, die extrem schwierig aussehen, ganz leicht zu entfernen. Umgekehrt können kleine, unscheinbare Flecken eine echte Herausforderung sein. Aber wenn man das Rätsel löst, ist das ein tolles Gefühl! Meine Eltern und Freunde finden es eine gute Berufswahl – sie haben inzwischen verstanden, dass die Textilpflege eine Branche ist, die nicht ersetzt werden kann, da saubere Textilien immer gebraucht werden. Wer eine Ausbildung sucht, sollte der Textilpflege definitiv eine Chance geben. Warum? Weil es nie langweilig wird. Mein Tipp an Betriebe: Viel Spaß, kein Stress!“
Michellen, 25 · 2. Lehrjahr · Wäscherei Diener · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
Was sind ihre Tipps für Betriebe zur Nachwuchsgewinnung? (13 Stimmen)
Konkrete Ideen für die Nachwuchsgewinnung – direkt von der Zielgruppe.
„Betriebe sollten Jugendliche ernst nehmen“
„Mich hat das Interesse an praktischer, sauberer und strukturierter Arbeit dazu motiviert, eine Ausbildung in der Textilpflege zu machen. Überrascht hat mich vor allem, wie vielfältig die Aufgaben sind und dass Teamarbeit viel wichtiger ist als gedacht. Meine besten Momente bisher: Mein erster eigenständiger Maschinenlauf und wenn Kunden und Kollegen mit meiner Arbeit zufrieden sind. Betriebe sollten Jugendliche ernst nehmen und sie arbeiten lassen. Sie sollten ihnen auch mehr Einblicke in die professionelle Textilpflege geben, zum Beispiel auf Messen oder in der Schule.“
Charlotte Schütt, 18 · 1. Lehrjahr · Textilservice Bernd Grommelt · Regionales Berufliches Bildungszentrum Greifswald
„Praktika, Probearbeiten und eine gute Betreuung am Anfang helfen viel“
„Ich mache die Ausbildung, weil ich in Deutschland studieren, arbeiten und Geld verdienen möchte. Ich war überrascht, wie modern viele Maschinen sind und wie gut alles organisiert ist. Mein bester Moment bisher war, als ich das erste Mal eine ganze Maschine selbstständig bedienen konnte – ich war stolz, dass ich es geschafft habe. Die Textilpflege ist ein sicherer und stabiler Beruf. Man lernt viel über Qualität, Hygiene und Organisation. Es gibt gute Zukunftschancen und man kann schnell Verantwortung übernehmen. Ich denke, Betriebe sollten jungen Leuten zeigen, wie vielfältig und wichtig der Beruf ist. Praktika, Probearbeiten und eine gute Betreuung am Anfang helfen viel. Wenn die Auszubildenden sich willkommen und unterstützt fühlen, motiviert das sehr.“
Thi Khanh Hoa Dinh, 21 · 2. Lehrjahr · Wäscherei Grete Rommel · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Stellt den Beruf in Schulen vor und zeigt die Karrieremöglichkeiten“
„Meine Schwester hat mich zur Ausbildung motiviert. Sie hatte selbst eine Ausbildung zur Textilreinigerin gemacht und immer davon erzählt, also wusste ich, was auf mich zukommt. Meine Eltern und meine Freunde haben mich von Anfang an supportet. Mir gefallen die Tage, wo ich besonders viel mit den Arbeitskollegen lache und wir uns alle gut verstehen. Betrieben würde ich sagen: Stellt den Beruf in Schulen vor und zeigt die Karrieremöglichkeiten auf.“
Selmedina Tahiri, 19 · 1. Lehrjahr · Seidel · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Lasst junge Leute frischen Wind reinbringen!“
„Ich habe mich vor dreieinhalb Jahren aus der Not heraus bei meinem jetzigen Betrieb beworben. Die Lehre war nicht geplant, aber ich mache sie jetzt einfach, weil ich da reingerutscht bin. Vom schulischen Aspekt her macht die Lehre viel Spaß. Mein lustigster Moment bisher: Als ich beim Wareneingang ausversehen ein Loch in eine Tischdecke gerissen habe, meine Chefin es ‚retten‘ wollte und dabei ein zweites, noch viel größeres Loch gemacht hat. Betrieben, die Nachwuchs suchen, würde ich sagen: Lasst junge Leute frischen Wind reinbringen, damit sie alte Muster aufbrechen! Es muss nicht alles gut sein, nur weil man es ‚schon immer so gemacht hat‘.“
Sabrina Fritz, 35 · 1. Lehrjahr · Textilpflege Picobello · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Zeigt die Vielseitigkeit – und schafft ein gutes Arbeitsklima“
„Ich wollte praktisch arbeiten, Verantwortung übernehmen und einen Beruf mit Technik und Qualitätsbewusstsein lernen. Die Textilpflege ist ein stabiler und zukunftssicherer Beruf, in dem man schnell eigenständig arbeitet und viele Perspektiven hat. Ich war beeindruckt, wie viel Fachwissen, Planung und Teamwork hinter der Textilpflege steckt. Mein bisher coolster Moment war, als ich eine Produktionslinie selbstständig betreuen durfte – das Vertrauen in mich und mein Einfluss auf die Qualität waren super motivierend. Meine Eltern waren erst überrascht, aber als sie verstanden haben, wie wichtig die Textilpflege ist, waren sie stolz und haben mich unterstützt. Betrieben, die Auszubildende suchen, würde ich sagen: Zeigt die Vielseitigkeit, das Praktische, gebt Einblicke in die Entwicklungsmöglichkeiten und schafft ein gutes Arbeitsklima – das motiviert Jugendliche.“
Jeremie Charles Amuli, 26 · 2. Lehrjahr · Geschwister-Gummi-Stiftung · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Neue Leute freundlich aufnehmen und gut einarbeiten“
„Die Textilpflege passt zu mir, weil ich gerne ordentlich arbeite. Ich wollte einen praktischen und sicheren Beruf lernen. Mich hat überrascht, wie viele Maschinen es gibt und wie professionell alles organisiert ist. Der Beruf ist nicht so schwer – man lernt schnell und hat gute Zukunftschancen. Mein bester Moment war, als ich zum ersten Mal eine Maschine allein richtig bedienen konnte. Betriebe sollten neue Leute freundlich aufnehmen und gut einarbeiten – das macht den Einstieg leichter.“
Thi Phuong Nguyen, 25 · 2. Lehrjahr · Wäscherei Grete Rommel · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Meine drei Tipps für Wäschereien, die junge Leute suchen“
„Die Aufstiegschancen im Betrieb haben mich motiviert, eine Ausbildung zur Textilreinigerin zu machen. (PS: Das Geld auch!). Wir haben hier ein tolles Arbeitsklima mit viel Humor im Betrieb. Mein bester Moment bisher war das Teamtraining mit meiner Berufsschulklasse. Meine drei Tipps für Wäschereien, die junge Leute suchen: Offenheit, Verständnis und Unterstützung.“
Alina Wagner, 19 · 2. Lehrjahr · MEWA Textil-Service AG & Co. Groß Kienitz oHG · Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main
„Betriebe sollten mehr auf Berufsmessen sein“
„Ich gehe grundsätzlich super gerne zur Arbeit. Ich mag alle meine Kollegen – man kann hier immer mal mit jemandem lachen oder reden. Als ich meine Ausbildung zur Textilreinigerin angefangen habe, war ich von der Größe und der Komplexität einer Wäscherei nicht überrascht, weil mein Vater schon lange in der Textilpflege arbeitet und ich dadurch viele der Berufsperspektiven kannte. Ich wollte die Grundlagen der professionellen Textilreinigung jetzt aber auch selbst lernen. Am Anfang war ich überrascht, dass der Muskelkater doch wesentlich intensiver und länger anhaltend war als gedacht. Betriebe sollten mehr Werbung für sich machen und zum Beispiel mehr auf Berufsmessen vertreten sein, die von Schülerinnen und Schülern besucht werden – ich denke, dass vielen von ihnen die Branche nicht wirklich bekannt ist. Dabei ist es eine große Branche mit vielen verschiedenen Bereichen. Nach der Ausbildung hat man hier extrem viele Möglichkeiten, sich hochzuarbeiten. Ich zum Beispiel würde später gerne im Vertrieb in der Textilpflege arbeiten.“
Emily Loeck, 20 · 1. Lehrjahr · Exner Wäscherei & Reinigung · Theodor-Litt-Schule Neumünster
„Betriebe könnten Videos auf TikTok machen“
„Ich habe eine Ausbildung in der Textilpflege angefangen, weil ich mich für die Pflege von Kleidung interessiere. Meine Eltern und Freunde meinten, sie hätten noch nie von der Branche gehört. Aber wenn man sich für so was interessiert, kann man auf jeden Fall Textilreiniger wählen, weil man hier viel über die Pflege von Kleidung lernt. Mich hat überrascht, wie viele verschiedene Maschinen es zur Pflege von Textilien gibt. Richtig cool war, dass wir mit der Berufsschule viele Firmen und Messen besucht und Exkursionen gemacht haben. Um junge Leute besser zu erreichen, könnten Betriebe Videos auf TikTok machen. Um junge Menschen im Ausland die Textilpflege als Ausbildungsberuf näherzubringen, könnte man mit dem Goethe-Institut zusammenarbeiten.“
Do Thi Thuy Linh, 31 · 2. Lehrjahr · Waschbär · Anna-Siemsen-Schule Hannover
„Die Textilpflege ist eine Nische, aber trotzdem notwendig“
„Ich finde, die Textilpflege ist in gewisser Weise eine Nische, aber trotzdem notwendig. Besonders beeindruckt hat mich die Logistik in einer Großwäscherei. Die Branche ist deutlich vielseitiger, als man denkt. Man kann die Ausbildung zum Textilreiniger als Grundstein sehen und sich danach in ganz viele andere Richtungen weiterbilden. Um mehr junge Menschen für eine Karriere in der Textilpflege zu begeistern, könnten Betriebe die Vielseitigkeit der Aufgaben – von der Arbeit an modernen Maschinen bis hin zur Logistik – aufzeigen und mehr auf die Wünsche der Auszubildenden eingehen.“
Henry Exner, 19 · 1. Lehrjahr · Großwäscherei Paul Duncker · Theodor-Litt-Schule Neumünster
„Betriebe sollten mehr Ausbildungsgehalt zahlen“
„Ich habe vor meiner Ausbildung ein Praktikum in einer Wäscherei gemacht und hatte dabei viel Spaß. In der Textilpflege hat man viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Man bekommt am Anfang zwar wenig Lohn, aber nach ein paar Jahren lohnt es sich. Um mehr junge Leute für eine Karriere in der Textilpflege zu begeistern, könnten Betriebe mehr Ausbildungsgehalt zahlen.“
Anonym
„Das kommt eigentlich in die Maschine und nicht davor“
„Ich habe mich für eine Ausbildung zur Textilreinigerin entschieden, weil der Beruf so vielfältig ist und man viele interessante Dinge lernt. Ich finde es spannend, wie unterschiedlich jedes Kleidungsstück behandelt werden muss, wie groß und automatisch einige Arbeitsschritte in der Wäscherei ablaufen und wie viele verschiedene Waschprogramme es gibt. Das Lernen und die Arbeit machen mehr Spaß, als man vielleicht denkt. Manchmal muss ich manuell große Waschschleudermaschinen beladen und da ich nicht gerade die Größte bin, fällt manchmal wieder etwas raus – dann fällt meinem Ausbilder jedes Mal ein lustiger Spruch ein, zum Beispiel: ‚Das kommt eigentlich in die Maschine und nicht davor.‘ Das ist schon cool. Betriebe, die junge Leute für die Textilpflege begeistern möchten, könnten vielleicht mehr Werbung in den sozialen Medien machen.“
Lea Fischer, 21 · 1. Lehrjahr · MEWA Textil-Service Lauenburg · Theodor-Litt-Schule Neumünster
„Betriebe sollten mehr auf TikTok und Instagram posten“
„Meine Mutter hat mich dazu motiviert, eine Ausbildung zum Textilreiniger zu machen. Sie arbeitet auch in der Textilpflege. Betriebe sollten mehr Videos auf TikTok und Instagram posten.“
Anonym
Was Betriebe laut ihren Azubis tun sollten
Für die Nachwuchsgewinnung wünschen sich die Befragten vor allem mehr Sichtbarkeit und einen guten Einstieg in den Betrieb. Genannt werden Präsenz an Schulen, Praktika und Probearbeiten, Social Media sowie eine verlässliche Betreuung und Wertschätzung im Ausbildungsalltag.
Anzahl der Antworten mit entsprechender Empfehlung (n = 47)
Was die Antworten zeigen
Die Antworten zeigen: Viele Auszubildende entdecken die Textilpflege eher zufällig – etwa über Familie, Praktika oder einen Nebenjob. Besonders positiv überrascht sie die technische Vielfalt des Berufs. Sicherheit, Abwechslung und sichtbare Arbeitsergebnisse zählen zu den häufigsten Gründen, warum sie die Ausbildung weiterempfehlen.
Über dieses Stimmen-Mosaik
Alle Zitate wurden mit freundlicher Unterstützung der https://www.anna-siemsen-schule.de/home-new, der Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Frankfurt am Main, der Theodor-Litt-Schule Neumünster und des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Greifswald gesammelt. Alle Auszubildenden beantworteten einen einheitlichen Fragenkatalog. Die veröffentlichten Zitate wurden von den Auszubildenden selbst oder mit ihrer Zustimmung über die jeweiligen Berufsschulen bzw. Ausbildungsbetriebe zur Veröffentlichung freigegeben. Einige Zitate wurden redaktionell behutsam bearbeitet oder gekürzt, ohne Ton oder Inhalt zu verändern. Nicht alle eingegangenen Antworten konnten veröffentlicht werden, etwa weil die erforderliche Freigabe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vorlag. Einige Stimmen erscheinen auf Wunsch anonymisiert. Die Sammlung wird laufend erweitert.
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